Visionär mit Bodenhaftung

Schulabruch mit 16, fünf Jahre später eine Nacht im Gefängnis - was als Beginn einer Kleinkriminellenkarriere anmutet, ist in Wirklichkeit der Anfang einer der erfolgreichesten Unternehmergeschichten der Neuzeit.

Bransons Erfolgsrezept: Schneller sein als alle anderen; Foto: Phil Stafford/shutterstockRichard Branson, der britische Selfmade-Man, bekannt für sein Marken-Imperium "Virgin", gilt als hemmungsloser Selbstvermarkter.

Das davon nicht nur seine kommerziellen Unternehmen profitieren, sondern auch von ihm gegründete karitative Einrichtungen wie die Virgin Healthcare Foundation (2004 in Virgin Unite aufgegangen), die gegen "The big 3" - AIDS, Malaria und Tuberkulose - wie der drahtige Barträger sie nennt, kämpft oder seine Non-Profit-Organisation Carbon War Room, deren Datenbank Shippingefficiency helfen soll, Treibhausgase zu vemeiden, wissen die wenigsten.

Ende der 1960er Jahre startet Branson unter dem Namen Virgin mit dem Versand von Schallplatten. 1972 gründet er ein Musikaufnahme-Studio und nimmt den noch unbekannten Mike Oldfield unter Vertrag. Dessen millionenfach verkauftes erstes Album legt den finanziellen Grundstein für alle weiteren unternehmerischen Aktivitäten des schillernden Unternehmers.

Auch bei anderen Projekten wie der Etablierung der eigenen Fluggesellschaft oder der Gründung der privaten Raumfahrtgesellschaft "Virgin Galactic" wird Branson von dem Ehrgeiz getragen, Grenzen zu überwinden und Ziele zu erreichen, die bis dahin als unrealistisch angesehen wurden.

Bei all seinen Visionen bleibt der 66-Jährige, der unter Top-Managern als bunter Vogel gilt, dennoch erdverbunden. Seine Naturverbundenheit bringt ihn 2006 dazu, Millionenbeträge in die Entwicklung neuer Treibstoffe zu investieren (Virgin Green Fund). Drei Jahre später startet er das "Carbon War Room"-Projekt, das nach ebenso profitablen wie nachhaltigen Wegen zur Reduzierung von Treibhausgasen sucht.

Mit Duz-Freund Prinz Charles setzt er sich für die Rettung des tropischen Regenwaldes ein. Sein soziales Engagement bringt der Abenteurer und Liebhaber extravaganter Hobbies so auf den Punkt: "Wir dürfen nicht die Generation sein, die verantwortlich für irreversible Umweltschäden ist. Wir müssen die Umwelt unseren Kindern genau so rein übergeben, wie wir sie von unseren Eltern erhalten haben."

1999 wird er für seine Leistungen als Unternehmer und für sein soziales Engagement von der britischen Königin Elisabeth II zum Ritter geschlagen und darf sich seitdem Sir Richard Branson nennen.

 

Weitere Informationen unter:

www.virginunite.com,  www.virgingreenfund.com, www.carbonwarroom.com (englisch)

Foto: (c) Phil Stafford/shutterstock


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