Nachhaltiger Designtrend

Die edlen Materialien, aus denen Designermöbel bisher hergestellt wurden, waren meist neu und teuer. Die Rohstoffe der stylischen Objekte der jüngsten Generation stammen jedoch aus dem Abfallcontainer. Ob Stoffreste, Altglas, ausgediente Kugelschreiber, Autoreifen oder Blechdosen – der Kreativität der nachhaltigen Designer sind keine Grenzen gesetzt.

Vornweg schreitet das Pariser Luxuslabel Hermès, das mit seiner „petit h“ Kollektion Maßstäbe setzt. Die kreativen Köpfe der Marke entwerfen aus Stoff- und Lederresten Kommoden und Spielzeug. Dabei wird natürlich genauso viel Wert auf die hochwertige Verarbeitung gelegt, wie bei der Hauptlinie des Traditionsunternehmens. Zwischen 50 – 55.000 € muss man für ein upcyceltes Designobjekt aus dem Hause Hermès bezahlen.

Der Begriff des „Upcycling“ kam jedoch schon 1999 auf, als Gunter Paul in seinem gleichnamigen Buch von der ökologischen Ökonomie sprach. Aus der Industrie ist bereits das Recycling bekannt, bei dem aus vorhandenen Rohstoffen wieder Neues, meist von minderer Qualität entsteht. In der Designbranche geht es jedoch um Ästhetik und Qualität. So sind die neuen Upcycling-Produkte zumeist sehr gut verarbeitet und ein wahrer Augenschmaus, wie zum Beispiel die Bezugstoffe des Designstudios Frédérique Morrel, das Stickvorlagenbilder upcyclet und somit einzigartige Sofas zaubert.

In der Kunst ist das Motto aus Alt mach Neu unter dem Namen „Ready-made“ schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt. Beim Upcycling geht es heute jedoch nicht darum, ein Kunstwerk zu schaffen, sondern ästhetische Gebrauchsgegenstände, die ökologisch sind und ein ganz besonderes Zuhause schaffen.

Wer selbst upcyceln möchte kann sich hier Anregungen holen: www.weupcycle.com

 

Entdecken Sie in unserer Bildergalerie die schönsten Designerstücke.

  • <b>Regenbogenlicht</b><br> Somewhere over the rainbow – Die originelle Girlandenlampe von Wonderable besteht aus recycletem Druckerpapier und erstrahlt in weichem, facettenreichem Licht. (275€, über wonderable.com) Bild:© Wonderable
  • <b>Individelle Eyecatcher</b><br> Die französische Star-Designerin Frédérique Morrel zaubert aus ausgedienten Stickvorlagen traumhafte Sitzbezüge für Polstermöbel, wie etwa dieses Sofa. Jedes Modell ist ein Unikat und wird je nach Farb-und Themenwunsch hergestellt. Preis auf Anfrage. Weitere Infos unter www.frederiquemorrel.com Bild:© Frederique Morrel
  • <b>Patchwork-Wunder</b><br> Das italienische Designerlabel Carpet Reloaded vereint bis zu 100 Jahre alte Teppiche und erfindet sie in einem frischen und überraschenden Design völlig neu. Ob Angora-Wolle, Leinen oder Hanfgewebe: Stilvoll zusammengesetzt und mit organischen Farbstoffen eingefärbt wird jeder Teppich zum nachhaltigen Liebhaberstück. (Teppiche 300x200cm, um 3.700€ über carpetreloaded.com) Bild:© Carpet Reloaded
  • <b>Transparente Augenweide</b><br> Mit der „tranSglass“-Kollektion schafft der englisch-niederländische Designer Tord Boontje den Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Eleganz:  Gebrauchte Weinflaschen werden von ausgebildeten Handwerkern in Guatemala in geschmeidige Kunstwerke verwandelt und erfreuen so das Herz eines jeden Ästheten.  (Verschiedene Modelle ab 39€ über uniquenature.com) Bild:© Tord Boontje
  • <b>Reifenkunst für Stadtnomaden</b><br> Hochwertig, funktionell und kreativ: Die aus ausrangierten Autoreifen gefertigten Hocker von Khissma Morocco Design setzen einen neuen Upcycling-Deko-Trend: Orientalischer Minimalismus – ein Stück für stilbewusste Stadtnomaden. (um 160€, über khissmadesign.com) Bild:© Khmissa
  • <b>Lange Sitzung</b><br> Das amerikanische Unternehmen Emeco upcycelt in einem ausgefeilten 77-Schritt langen Verfahren Plastik und Aluminium zu handgemachten Designerstühlen, die 150 Jahre lang halten sollen.  (ab 230€, emecowithcoke.com) Bild:© Emeco
  • <b>Upcycling-Kollektion von Hermès</b><br> Das Pariser Luxuslabel Hermès entwirft aus Stoff- und Lederresten eine eigene Upcycling Kollektion unter dem Namen „pitit h“. Stylische Accessoires, Spielzeug und Möbelstücke werde aus den Resten aus der Hauptlinie individuell gefertigt. Preise zwischen 50 – 50.000 €. In Deutschland wird die Kollektion voraussichtlich 2012 zu sehen sein. Bild:© Vincent Leroux


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